5-9-2023 Von: Christel
Christel

Der Einfluss der Temperatur auf das Warmschmieden: Wie die richtige Wärmebehandlung die Eigenschaften von Schmiedeteilen verbessern kann

Inhaltsverzeichnis

  1. Gefügeeigenschaften und Werkstoffunterschiede
  2. Technologie des Warmschmiedens
  3. Optimale Wärmebehandlung pro Legierung
  4. Überlegungen zu Rekristallisation und Kühlung

Im Bereich der Warmumformung ist der Einfluss der Temperatur auf die Produktkomponenten unserer Kunden unverkennbar. Diese Untersuchung befasst sich mit der Beziehung zwischen den Schmiedetemperaturen und den Phasenänderungen bei hohen Temperaturen. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie die Wärmebehandlung die metallurgischen Eigenschaften verbessert und sich somit auf den Kern unseres Warmschmiedeverfahrens auswirkt.

Gefügeeigenschaften und Werkstoffunterschiede

Die Temperatur stellt eine Symphonie von Umwandlungen in verschiedenen Metallen dar, von denen jedes seine eigenen metallurgischen und strukturellen Merkmale aufweist. Dieses Zusammenspiel von Hitze und Druck formt die Kernstruktur von Nichteisenmetallen wie Aluminium, Messing und Kupfer und beeinflusst die Verformbarkeit der Legierung.

Technologie des Warmschmiedens

Die Beherrschung des Einflusses der Temperatur auf den Schmiedeprozess ist die Grundlage für die Herstellung hochwertiger, maßgeschneiderter Endprodukte durch Verbesserung von Eigenschaften wie Ermüdungsfestigkeit, Dauerfestigkeit, Druckdichtheit, Haltbarkeit, Oberflächenbehandlung und Korrosionsbeständigkeit.

Esvres Forging 01

Optimale Wärmebehandlung pro Legierung

Die Aufrechterhaltung präziser Temperaturen während des Warmschmiedeprozesses ist von entscheidender Bedeutung. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie die Temperaturkontrolle die metallurgischen Eigenschaften und die Qualität der Endergebnisse verbessert.

  • Rohlingstemperatur: Präzision im Fortschritt

Die Erwärmung des Eingangsmaterials (Sägerohlinge) in Richtung des Phasenübergangs bei Hochtemperaturwechsel ist eine präzise Aufgabe. Für eine optimale Schmiedefähigkeit hat jede Legierungsart ihre eigenen Schmelzpunkte. Abhängig von den Produktanforderungen und dem Einsatzzweck des Bauteils wird die genaue Temperatur für diesen Schritt, auf Basis unserer über 75 jährigen Schmiedeerfahrung, ermittelt. Für Aluminiumprodukte werden die Rohlinge auf ca. 400-500°C erhitzt. Messing benötigt ca. 650-850°C, während Kupfer in einem Bereich von ca. 700-900°C geschmiedet werden kann.

  • Matrizen-Temperatur: Zartes Gleichgewicht

Die Matrizen-Temperatur ist ein empfindlicher Parameter im Schmiedeprozess und entscheidet über die Haltbarkeit des Produkts. Ist die Temperatur zu niedrig, besteht die Gefahr, dass das Produkt unter dem aufgestauten Druck zerbricht, während eine zu hohe Temperatur zu Schäden durch Materialverbrennung führt.

  • Temperaturkontrolle während des Prozesses

Die aus den Öfen kommenden Sägerohlinge unterliegen einer strengen Temperaturkontrolle, um sicherzustellen, dass sie innerhalb des vorgegebenen Bereichs bleiben. Die Abkühl- und Erwärmungsraten, die Intervalle zwischen den Schmiedestufen und die Präzision des Schmiedens in der Gesenkform werden von unseren Fachleuten beherrscht. Die Pyrometrie gewährleistet die Genauigkeit der Temperaturkontrolle und die Aufrechterhaltung der gewünschten Materialeigenschaften und Produktqualität.

Überlegungen zu Rekristallisation und Kühlung

Eine übermäßige Erhöhung der Rohlingstemperatur löst die Verbrennung des Materials aus und leitet die Rekristallisation ein – einen Übergang von der Alpha- zur Beta-Phase bei hohen Temperaturen. Es bilden sich neue Körnerstrukturen, die die Materialeigenschaften verändern, das Material anfälliger für Verformungen machen und die Qualität der Teile verschlechtern.

Die Kontrolle der Rekristallisation ist von entscheidender Bedeutung für die Aufrechterhaltung der gewünschten Eigenschaften und Qualitätsstandards.

Nach dem Schmieden wird die Temperatur durch Luft- und/oder Wasserabschrecken wieder auf nahezu 100 Grad Celsius gebracht und die Form fixiert. Dieser Prozess hängt von der Art der Legierung ab und wird sorgfältig berechnet, um unerwünschte Phasenveränderungen des Materials zu verhindern. So erfordern beispielsweise Werkstoffe mit geringen Schmelzpunktunterschieden eine schnelle Abkühlung.

Wenn Sie mehr über unsere Temperaturkontrolle im Herstellungsprozess erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Spezialisten und erfahren Sie, wie unsere 75-jährige Erfahrung zu Ihrem Produktionserfolg beitragen kann.

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Über Allbrass

Als führendes Unternehmen in der Warmumformung und Bearbeitung von Nichteisenlegierungen verfügen unsere Spezialisten über umfangreiche Erfahrungen mit hochwertigen Fertigungsverfahren und sind in der Lage, sich an schnell wechselnde Umgebungen anzupassen. So hat beispielsweise der Trend zu einer bleifreien Zukunft große Auswirkungen auf die Wahl der Legierungsart, was zu einer Anpassung der Wärmebehandlung führt, mit der die Produkte bisher hergestellt wurden.

Mit spezialisierten Produktionsstätten in Deutschland, Frankreich, Ungarn und den Niederlanden bieten wir Ihnen Lösungen für das Schmieden von Aluminium, Messing und Kupfer aus einer Hand. Wenden Sie sich an unsere Experten, um detaillierte Informationen über unsere Schmiedetechniken zu erhalten oder laden Sie das Whitepaper herunter um herauszufinden, wie die Temperaturkontrolle der Legierungen und der Fertigungsprozesse höchste Produktqualität garantiert.

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